Informationen aus der Praxis für Naturheilkunde in Leitenberg bei Frasdorf.

Hier finden Sie Wissenswertes rund um Gesundheit, Naturheilkunde und Möglichkeiten der Behandlung.

Im folgenden schreibt Heilpraktikerin Sarah De Vries über Naturheilkunde. Thema ist zum Beispiel der Bereich Ernährung.

Zur Autorin Sarah De Vries

Heilpraktikerin Sarah De Vries arbeitet in ihrer Naturheilpraxis im Chiemgau mit bewährten Verfahren der Naturheilkunde.
Dieses Angebot reicht von der Ursachenfindung über die Behandlung bis zur  Aufklärung über das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele. Daher gehört auch seelische Unterstützung und Begleitung zum Angebot von Heilpraktikerin Sarah De Vries.

Kinderkriegen darf etwas Schönes sein…..

„Wo soll euer Kind auf die Welt kommen ?“

Eine Frage, die ich während meiner Schwangerschaften nie gestellt bekommen habe. Man fragt ja eher so etwas wie: „Und?Was wird´s?“, „Wann kommt´s?“ oder – eine meiner verhasstesten Fragen- „Was sagt der Doc? Passt alles?“. Wenn ich dann geantwortet habe: „Wir gehen nicht zum Arzt, bei uns macht alles die Hebamme. Es kommt, wenn´s fertig ist und ob Bua oder Madl wissen wir nicht und wollen´s auch nicht wissen.“ , hat man  meinen Mann und mich schon schief angeschaut. Wenn wir aber nachgelegt haben mit: „Und wir gehen zur Geburt nicht ins Krankenhaus!“, kamen solche Aussagen wie: „Aber das ist doch gefährlich!“, „Wenn da was passiert..!“, „Habt ihr keine Angst?“ …usw.

Mit diesem Beitrag mache ich es mir zu Aufgabe, mit den Vorurteilen gegen außerklinische Geburten aufzuräumen. Weniger als Heilpraktikerin, sondern vielmehr als Mutter möchte ich hier werdende Mütter und Väter zum Umdenken und zum Querdenken animieren. Ich möchte hier allerdings anmerken, dass ich bewusst größtenteils darauf verzichtet habe, die außerklinische Geburt der klinischen Geburt gegenüber zu stellen, da dieser Beitrag in erster Linie Mut machen soll. Ich möchte keinesfalls jemanden verunsichern, der auf eine Entbindung im Krankenhaus angewiesen ist, aus welchen Gründen auch immer. Es möge jeder selbst entscheiden, was für ihn das Richtige ist.

 

Schwangerschaft – eine Zeit voller Glück und Wunder |  Foto © StockSnap/pixabay

Auf seinen Körper vertrauen

Trotz ständiger Angstmache aus dem persönlichen Umfeld, kam unsere 1. Tochter putzmunter im Geburtshaus auf die Welt. Und auch unsere 2. Tochter war quietschfidel, als sie bei uns zu Hause das Licht der Welt erblickte.

Eine Frau kann nur dann Vertrauen in ihre Fähigkeiten als Gebärende entwickeln, wenn sie dabei nicht ständig sabotiert wird. Als schwangere Frau ist sie mit Samthandschuhen anzufassen: man verunsichert sie nicht, man macht ihr keine Angst, man setzt sie nicht unter Druck und man belastet sie nicht mit negativen, konfliktbehafteten Belangen. Sie und ihr Ungeborenes sind EIN Organismus und alles, was von außen auf sie einprasselt, bekommt das Kleine in ihrem Bauch mit. Es ist somit von außerordentlicher Wichtigkeit, dass man von  Menschen, die einen (nicht nur) in Bezug auf Schwangerschaft und Geburt verunsichern oder verängstigen, Abstand nimmt. Leider sind auch nicht alle Frauenärzte – um nicht zu sagen: die wenigsten- offen für selbstbestimmte Schwangerschaften und Geburten. Die Tests und Untersuchungen, die einem während der Schwangerschaft angeboten werden, sind äußerst kritisch zu betrachten, denn sie machen vor allem eines: Angst.

Ein Alpha-Fetoprotein-Test zeigt beispielsweise nur die Möglichkeit an, dass das Baby bestimmte Anomalien aufweisen könnte, aber nicht, ob es sie hat oder nicht. Ca. 50% dieser Tests deuten auf eine Anomalie hin, selbst wenn der Fötus völlig gesund ist.

Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes ist nicht zuverlässig, denn zwischen 50 und 70 % aller getesteten Frauen weisen bei einem weiteren Test ein anderes Testergebnis auf. Übrigens: es gibt keine Behandlungsmethode, weder mit Insulin noch mit einer speziellen Diät, um den Zustand von Mutter und Kind zu verbessern. Die Angst, die dieser Test hervorruft, steht in keinem Verhältnis zu seiner Aussagekraft.

Invasive Methoden wie die Chorionbiopsie und die Amniozentese können sogar zu Fehlgeburten führen.

Und ganz wichtig: Das so beliebte Baby-Fernsehen, der Ultraschall, ist nicht nur unzuverlässig und damit prädestiniert für Missverständnisse und Panikmache, es ist auch nachgewiesen, dass es durch Ultraschalluntersuchungen zu Entwicklungsstörungen der Gehirnzellen des Kindes kommen kann. Untersuchungen der Röntgenologin Doreen Liebeskind vom New York Albert Einstein College of Medicine zeigten: Nachdem Zellen in einer Suspension (Flüssigkeit) 30 Sekunden lang niedrig dosierten Ultraschallimpulsen ausgesetzt worden waren, beobachtete sie Veränderungen im Zellaussehen und in der Mobilität der Zellen, abnormalen Zellwuchs und abnorme Chromosomen, von denen einige an die nächste Generation weitergegeben wurden.

Übrigens: Der Dopton, der von Hebammen zur Herzkontrolle eingesetzt wird, aber auch Apparaturen wie „Angelsounds“, mit denen man zu Hause die Herztöne seines Babys hören kann, arbeiten mit Ultraschall. Beim CTG wird die Herzfrequenz des Fötus ebenfalls über Ultraschall ermittelt.

Zum Glück wird der “ Wunsch“- Ultraschall wegen kindlicher Gesundheitsbelastung ab 2021 gesetzlich verboten:

Die Anwendung von Ultraschall im Rahmen der Schwangerenbetreuung ist künftig nur noch bei Vorliegen einer medizinischen Indikation, nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung und nach Aufklärung und Einwilligung der Schwangeren (stellvertretend für ihr Kind) erlaubt. Was sich in Arzt- und Hebammenpraxen und auf dem freien Gesundheitsmarkt als Baby-TV, Baby-Viewing, oder Baby-Watching nach und nach etabliert hat und sogar von Krankenkassen zur Anwerbung von jungen Mitgliedern (Zuschuss für 3D/4D-Ultraschall) gefördert wurde, wird wegen der nachgewiesenen Belastungen für das Kind künftig gesetzlich untersagt. Endlich!

Das ist nur eine kleine Auswahl an Untersuchungen und Tests und ich kann nur jeder Schwangeren und jedem werdenden Vater raten, sich sehr genau mit der Aussagekraft und Methodik dieser auseinander zu setzen. Jede Untersuchung und jeder Test beim Frauenarzt ist FREIWILLIG, auch wenn Ärzte und Arzthelferpersonal das gerne als unbedingt obligatorisch verpflichtend verkaufen ( ja, ich meine wirklich verkaufen).

Bei soviel Gegenwind ist es nicht leicht, immer auf seine körperlichen Fähigkeiten zu vertrauen, aber man kann den Gegenwind in eine kaum spürbare Brise verwandeln, indem man:

  1. wie bereits erwähnt, alle negativen Menschen aus seinem Umfeld verbannt
  2. sich Wissen über Schwangerschaft, Geburt, Geburtsvorsorge…etc. aneignet. Hier empfehle ich die beiden hervorragend geschriebenen Bücher “ Die  selbstbestimmte Geburt“ von Ina May Gaskin und “ Alleingeburt-Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie“ von Sarah Schmid. Beide Bücher enthalten einen sehr ausführlichen Grundlagen-Teil, viele Erfahrungsberichte sowie Fotos und Illustrationen. Und auch wenn man nicht vorhat, alleine zu gebären, ist das Buch von Sarah Schmid unbedingt jeder werdenden Mutter und jedem werdenden Vater ans Herz zu legen. Der Inhalt ist meiner Meinung nach nicht mit Gold aufzuwiegen.
  3. positive Geburtsberichte von außerklinischen Geburten liest und sich mit Müttern  austauscht, die bereits fernab jeder Klinik entbunden haben. In unserer heutigen Zeit kann man sich ja prima mit anderen Mamis vernetzen über Foren, Facebook-  Gruppen…etc.
  4. sich eine erfahrene, warmherzige, einfühlsame Hebamme oder Doula sucht, die einem mit Rat und Tat zur Seite steht.
  5. in sich geht und sich klar macht: Die Natur hat der Frau alles mitgegeben, was sie  zum Austragen ihres Babys und für die Geburt braucht. Wie sonst hätte die Menschheit bis heute überlebt?

Diese 5 Ratschläge lege ich nicht nur den schwangeren Frauen ans Herz, sondern auch den werdenden Vätern. Es ist so wichtig, dass wir Frauen starke Männer haben, die uns in unserer natürlichen Weiblichkeit unterstützen, die uns den Rücken frei halten,die uns auch verteidigen und beschützen, die bereit sind, eigene Ängste abzulegen und die unseren Fähigkeiten während der Schwangerschaft und Geburt uneingeschränkt vertrauen.

Ein paar Zahlen zu außerklinischen Geburten

Im Qualitätsbericht der QUAG ( Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe) von 2017 wurden 12.738 Einlingsgeburten dokumentiert, die geplant außerklinisch begonnen haben.

Davon waren 91,7 % Spontangeburten.

Während der Geburt wurden 16,6% der Gebärenden in eine Klinik verlegt, nach der Geburt 4 %.

41,2 %  bedurften keinerlei Interventionen.

94,2 % hatten keinerlei mütterliche Probleme nach der Geburt.

44,2% hatten einen intakten Damm nach vaginaler Geburt, lediglich 1,2% hatten einen Dammriss dritten oder vierten Grades. Die Dammschnittrate lag bei 3,5 %.

Ein 5 Minuten Apgar-Wert ≥ 7 wurde bei 99,3 % erreicht.

Die perinatale Mortalität lag bei 0,17 %.

Keine Frau verstarb im Zusammenhang mit der Geburt.

Diese Angaben unterstreichen die Ansicht, dass die außerklinische Geburt für Mutter und Kind sicher ist.

Daheim ist es doch am schönsten ( und am sichersten)

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wehen oder schöner gesprochen: Geburtswellen versetzen einen in einen äußerst sensiblen Zustand. Man wird buchstäblich überflutet mit Hormonen und Endorphinen. Jede noch so kleine Störung könnte sich negativ auf den Geburtsverlauf auswirken. Auch Worte, und seien sie auch noch so gut gemeint, können schnell fehlinterpretiert werden und auch hier massiv Einfluss auf die Geburt nehmen. In den eigenen vier Wänden, aber auch in einem guten Geburtshaus, ist man kaum störenden Faktoren ausgesetzt. Man hat dort einfach seine Ruhe, kann die Geburtsposition wählen, die man möchte und kann diese beliebig wieder verändern, man ist an keine Apparaturen angeschlossen und man ist völlig selbstbestimmt. Was hier auch ganz wichtig ist, ist das Verhältnis zur Hebamme. Entbindet man zu Hause oder im Geburtshaus, lernt man diese über längere Zeit kennen und hat hier die Gelegenheit, eine Vertrauensbasis zu schaffen. Es macht definitiv einen Unterschied, ob ich meine Hebamme über mehrere Monate kennen gelernt habe oder ob ich im Klinikum eine Hebamme vorgesetzt bekomme, die mich überhaupt nicht kennt und vielleicht gleichzeitig noch andere Gebärende betreuen muss. Stärkende Worte im richtigen Moment, das Verströmen tiefer Gelassenheit und Ruhe, das Wissen um das, was ich jetzt gerade in diesem Moment der Geburt brauche, ohne dass ich etwas sagen muss, das schafft nur eine Hebamme, die mich kennt.

Und wenn das Baby dann da ist, ist erst mal kuscheln angesagt und wo geht das besser als zu Hause oder im Geburtshaus? Da gibt es keinen Stress, man hat sein Kleines immer bei sich und man kann ganz entspannt im Familienglück baden…einfach herrlich!

Ein paar Gedanken zum Schluss

Schwangerschaft und Geburt ist das Natürlichste und Normalste von der Welt. Nur scheint die Spezies Mensch der Ansicht zu sein, man müsste daraus eine Wissenschaft machen, die uns von jeglicher Natürlichkeit abbringt. Wir sollten häufiger in die Tierwelt schauen. Katze, Hund, Maus, Elefant, Reh, Wal, Kuh, Schwein, Ziege und und und… gebären wie? Vollkommen unsteril irgendwo in der Natur – was für eine hygienische Katastrophe. Und dann werden die trächtigen Tiere kein einziges Mal untersucht und Muttertier und Junges überleben das auch noch? Man stelle sich nur mal vor: Eine Löwin bringt bis zu vier Junge auf die Welt. Vier. Wer käme auf die Idee, diese Löwin während der Geburt vaginal zu untersuchen, um zu schauen, wie weit der Muttermund denn schon offen ist? Ungeachtet dessen, dass sie den Untersuchenden völlig zu Recht zerfleischen würde, wird sie auch ohne Untersuchung gebären können.

Ich denke, diesbezüglich läuft bei uns Menschen gewaltig etwas schief. Wir scheinen unsere Instinkte verloren zu haben und müssen uns ihrer erst wieder besinnen.

Ich wünsche uns allen, dass wir sie in uns wiederentdecken und damit noch ein Stückchen freier werden!

Alles Gute

Familienglück – Kann es etwas Schöneres geben? |  Foto © Wendy Corniquet/pixabay

Quellen

Ina May Gaskin, Die selbstbestimmte Geburt, Kösel, 11. Auflage 2004, Seite 197-204

Sarah Schmid, Alleingeburt- Schwangerschaft und Geburt in Eigenregie, edition riedenburg, Originalausgabe Juli 2014, Seite 51-52

http://www.initiative.cc/Artikel/2010_01_26_Ultraschall.htm?fbclid=IwAR3qJDFxQV3iDlWfBW6uSRfJvOA4XyuKuu8lxvs22h2sIOMrXVzNoCXH7Pg / 10.01.2020

https://www.greenbirth.de/images/_PE_Verordnung_Ultraschall_17.1.2019.pdf / 10.01.2020

https://www.quag.de/downloads/QUAG_bericht2017.pdf / 10.01.2020

Ein kleines Vitalpilz-Portrait: Der Birkenporling

Raus in den Wald! Denn…

… jetzt, von September bis Dezember ist die optimale Zeit, den Birkenporling zu ernten, da er gerade frische Fruchtkörper bildet, wenn auch man ihn das ganze Jahr über sammeln kann. Er sollte aber nur dann mitgenommen werden, wenn die Hutunterseite noch weiß ist. Sobald erste schwarz-braune Flecken oder Schimmel zu sehen sind, muss man die Finger davon lassen. Dies ist meist zu Weihnachten bzw. im Januar des darauffolgenden Jahres der Fall.

Der Birkenporling, einer unserer wichtigsten und bekanntesten Vitalpilze, wächst ausschließlich auf abgestorbenen Birken und ist ein Holzzersetzer und damit enorm wichtig für den Wald, daher sollte man wirklich nur soviel mitnehmen wie man auch tatsächlich benötigt.

Birkenporling im Spatherbst | Foto © Brian Taylor

 

Aber was macht diesen Pilz zu einem Vital- oder gar Heilpilz?

Ötzi, die Gletschermumie, die 1991 in den Ötztaler Alpen/Südtirol gefunden wurde, hatte ihn bei sich, den Birkenporling. Man geht davon aus, dass also bereits vor ca. 5300 Jahren die Menschen von dessen heilsamer Wirkung wussten.

Der Birkenporling enthält verschiedene Polyporensäuren, die entzündungshemmend wirken sollen. Oft wird er eingesetzt bei Magen- und Darmbeschwerden. Ganz besonders gut eignet er sich als Wundauflage, da er blutstillende Eigenschaften hat.

Hat man nun ein schönes Exemplar dieses Porlings gesammelt, ist es am besten, ihn in Scheiben zu schneiden und zu trocknen. Diese kann man nun in einer handelsüblichen Kaffeemühle mahlen und bei Bedarf einen Tee daraus kochen. Dafür nimmt man 1 EL des Birkenporlingpulvers auf einen halben Liter Wasser und lässt das Ganze für eine halbe Stunde köcheln. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass akutes Sodbrennen innerhalb kürzester Zeit nach Genuss dieses Tees verschwindet. Genuss ist dabei allerdings nicht unbedingt der richtige Begriff, denn der Tee schmeckt sehr bitter. Wer sich gar nicht überwinden kann, ihn pur zu trinken, der kann ein wenig Honig hinzugeben.

Es lohnt sich aber auch die getrockneten Birkenporlingscheiben im Ganzen zu lassen, denn so können sie – kurz im Wasser aufgeweicht – als Wundauflage z.B. bei Schnittwunden verwendet werden.

 

Zur Heilkraft des Pilzes lässt sich Folgendes sagen:

Er ist nicht im Stande, irgendeine Krankheit oder ein Leiden zu heilen. Er lindert lediglich Symptome und bekämpft nicht die Ursache. Grundsätzlich lässt sich das von allen Heilsubstanzen ( Medikamente, Salben, Heilkräuter, andere Heilpilze..etc.) sagen, solange das Leiden nicht durch eine Vergiftung, einen Mangelzustand oder einer Verletzung ausgelöst wurde. Und auch bei einer symptomatischen Behandlung gilt es, immer zu schauen, inwiefern die Gabe einer bestimmten Heilsubstanz einen bestehenden Heilungsprozess verlangsamt oder sogar unterbricht.

 

Ein paar Worte zum Pilzesammeln:

Pilzesammeln birgt immer ein potenziell tödliches Risiko und erfordert ein nötiges Maß an Wissen und Erfahrung. Dieses Vitalpilz-Portrait ist keine Verzehrfreigabe und ich hafte nicht für evtl. Schäden, die durch das Sammeln oder den Verzehr von Pilzen entstehen. Jeder handelt beim Pilzesammeln eigenverantwortlich und ist dazu angehalten, sich selbst mit der Bestimmung bestimmter Pilzarten auseinander zu setzen.

Ich wünsche viel Spaß beim Suchen, Finden und Forschen!

 

 

Birkenwald | Foto © solotravelgoals

Quellen

  • https://www.123pilzsuche.de/daten/details/Birkenporling.htm/ 13.11.2019
  • https://www.passion-pilze-sammeln.com/birkenporling.html / 13.11.2019
  • https://www.celticgarden.de/2013/10/birkenporling-piptoporus-betulinus/13.11.2019
  • https://dingolfing-landau.bund-naturschutz.de/pilze-in-unserem-landkreis/pilz-presseartikel/birkenporling.html/13.11.2019

Allergien – sinnvoll eingerichtete Warnsignale des Körpers (?)

Passend zur Heuschnupfenzeit:

Kennen Sie das: Die Pollen fliegen und schon tränen die Augen und es läuft die Nase? Oder sie haben gerade ein Stück Kuchen gegessen und niemand hat Ihnen gesagt, dass da Nüsse drin sind, auf die Sie seit Kindesbeinen allergisch reagieren? Plötzlich ist dann der ganze Körper voll mit juckenden, roten Pusteln oder es schnürt Ihnen die Luftröhre zu oder Ihr Darm meldet sich und sie verbringen die nächsten Stunden auf dem stillen Örtchen….jeder reagiert anders. Viele reagieren gar nicht. Aber warum reagiert nicht jeder gleich auf ein und denselben sogenannten Auslöser? Wieso reagiert der eine mit der Haut, der nächste reagiert mit der Lunge, wieder ein anderer mit dem Darm und noch einem anderen tränen die Augen?

Foto copyright by Nine Köpfer

Sehen wir uns zunächst die Definition von Allergie laut Pschyrembel an:
Angeborene oder erworbene spezifische, krankhaft überschießende Immunreaktion und Immunreaktionsfähigkeit gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen und zuvor tolerierten Substanzen, die als Allergen erkannt werden. Abzugrenzen ist eine Pseudoallergie.

Hier geht ganz klar hervor: Der Körper arbeitet fehlerhaft. Unschädliche Stoffe werden in übertriebener Art und Weise vom Immunsystem bekämpft und was dann dabei als Symptomatik herauskommt ist dann…Zufall???

Ein kluger Kopf hat schon vor über 30 Jahren herausgefunden, wie die jeweiligen Symptome des Körpers mit der Psyche und dem Gehirn zusammenhängen. Es sind bestimmte, plötzliche und
dramatische Ereignisse, die den Menschen unvorbereitet treffen. Der Körper arbeitet nun auf Hochtouren, um mit diesem Ereignis oder auch Schock fertig zu werden und reagiert mit dem jeweiligen Organ, das in der Lage ist, diese Situation zu bewältigen. Ist diese dann endlich bewältigt, regeneriert sich das Organ und es kommt zu bestimmten Symptomen, die den Menschen zwar meist krank aussehen lassen, in Wahrheit aber Heilungssymptome sind.

Als Beispiel möchte ich hier die laufende Nase anführen:
Nehmen wir mal an Herr X ist glücklich in seinem Bürojob. Eines Tages wird ihm Herr Y als neuer Kollege vorgestellt. Herr X wusste gar nicht, dass er einen neuen Kollegen bekommen soll und reagiert misstrauisch. Herr Y ist auch noch viel jünger als Herr X und wirkt dynamischer. Vielleicht macht er seine Arbeit auch besser als Herr X. Herr X kann die Situation nicht richtig einschätzen. Der neue Kollege stinkt ihm. Nach einer Woche merkt Herr X, dass Herr Y eigentlich ganz nett ist und freut sich sogar endlich wieder auf seinen Arbeitstag. Jetzt beginnen die Symptome und Herr X bekommt einen Schnupfen, der eine ganze Woche anhält. Was ist passiert? Als Herr X den neuen Kollegen plötzlich vorgesetzt bekam, konnte er ihn nicht einschätzen und schon startete folgendes Programm: Seine Nasenschleimhaut baute sich ab, wodurch mehr Platz in der Nase war, um mehr Gerüche aufnehmen zu können. Man könnte auch sagen, Herr X war jetzt in der Lage, seinen neuen Kollegen besser zu beschnuppern, um diesen so auch besser einschätzen und die Situation damit besser bewältigen zu können. Hier befindet sich der Körper im Dauerstress und das merkt Herr X auch, denn er kann an nichts anderes mehr denken, als an den neuen Kollegen. Körperlich merkt er jetzt aber noch nichts, außer vielleicht, dass er kalte Hände hat. Nach einer Woche löst sich sein Problem, da er merkt, dass Herr Y gar kein so schlechter Kerl ist und nun beginnt sich die Nasenschleimhaut zu regenerieren. Dies tut sie unter Schwellung und die Nase fängt an zu laufen. Die Nasenschleimhaut repariert sich übrigens genau so lange wie sie gebraucht hat, um sich abzubauen, nämlich in diesem Fall genau eine Woche. Danach ist Herr X seinen Schnupfen los.

Aber was hat das jetzt mit Allergie zu tun? Nun, nehmen wir mal an, in dem Moment, als Herrn X die Vorstellung des neuen Kollegen überrascht hat, stand Herr X am geöffneten Fenster und es wehten ihm gerade ein paar Blütenpollen ins Gesicht. Das Gehirn beschäftigt sich in dieser Sekunde mit den Pollen und dem Kollegen. Ein Jahr später fliegen dieselben Pollen und das Gehirn meldet an die Nasenschleimhaut: „ Hey, hier sind ja wieder diese Pollen, sicher droht jetzt gleich eine Gefahr durch einen Kollegen.“ Und jedes Mal, wenn diese Pollen fliegen, reagiert Herr X mit Niesen und Schnupfen. Herr X glaubt jetzt, die Pollen seien an allem Schuld, aber wenn er sich zurückerinnert, wann das alles angefangen hat und sich klar macht, dass das mit einem Ereignis zu tun hatte, dessen Gefahr er nicht wittern/ einschätzen konnte und/ oder das ihm stank, wird es ihm wie Schuppen von den Augen fallen: Es musste mit dem neuen Kollegen zusammenhängen, aber der ist nun keine Gefahr mehr. Dieses Problem hat sich damals schon einmal gelöst und ist gegenstandslos geblieben. Dadurch, dass Herr X sich bewusst wird, dass die Situation von vor einem Jahr endgültig gelöst ist, löst sich letztendlich auch die Pollenallergie. Analog würde es sich verhalten, wenn Herr X zum Zeitpunkt der Vorstellung des neuen Kollegen, gerade eine Erdbeere oder ein paar Nüsse isst. Genaugenommen ist es auch möglich, dass sich in diesem Moment gerade eine Kollegin zu ihm herunterbeugt und er ihr in den üppigen Ausschnitt blickt. Tragisch, wenn er jetzt bei jedem Anblick eines Ausschnittes allergisch mit Schnupfen reagiert ;P
Es muss aber nicht nur immer die Erdbeere oder die Nuss oder der Pollenflug sein. Es kann auch alles gleichzeitig zum „Allergen“ werden, wenn Herr X beispielsweise zum Zeitpunkt der unerwarteten Situation gerade Erdbeeren essend am geöffneten Fenster steht, während ihm die Pollen um die Nase wehen. Zur gleichen Zeit läuft noch ein bestimmtes Lied im Radio und die aufreizende Kollegin mit dem ganz besonders schweren Parfüm läuft in dieser Sekunde gerade vorbei. Herr X reagiert fortan bei Pollen, bei Erdbeeren, bei dem bestimmten Lied und bei dem bestimmten Parfüm mit der Nase. Solche „Allergene“ können sich im Laufe des Lebens aber auch dazu addieren und schnell wird klar, wie komplex das Thema Allergie ist.
Wird erkannt, dass die auslösende Situation gegenstandslos ist und nicht mehr passieren kann, lösen sich alle „Allergene“ in Wohlgefallen auf und den allergischen Schnupfen gibt es nicht mehr.
Jede Allergie läuft nach dem selben Muster ab, ob es sich nun um Asthmaanfälle, Nesselsucht, ja gar um sämtliche chronische Erkrankungen handelt. Der Unterschied besteht darin, wie der Mensch eine bestimmte, konfliktträchtige, unerwartete und hochdramatische Situation wahrnimmt. Geht es darum, dass ihm etwas stinkt, reagiert er mit der Nasenschleimhaut, will er von jemanden getrennt oder nicht getrennt werden, reagiert er mit der äußeren Haut, geht es um einen unverdaulichen Ärger, meldet sich der Darm ( diese Körperreaktionen sind hochkomplex und ich umreiße sie hier nur sehr sehr grob zum besseren und leichteren Verständnis).

Aber nun zurück zur eigentlichen Frage:
Ist eine Allergie also ein sinnvoll eingerichtetes Warnsignal?
Ja, definitiv. Reagiert der Organismus nämlich fortan mit Schnupfen wie oben im Beispiel ( oder auch mit Hautausschlag, Asthma, tränenden Augen, Durchfall….) wenn er mit dem jeweiligen Allergen bzw. mit den jeweiligen Allergenen in Berührung kommt, so merkt der Mensch:
1. In dieser Situation von damals habe ich auch mit Schnupfen reagiert
2. Damals hat mir dieses oder jenes gestunken bzw. ich konnte eine Gefahr nicht wittern/abschätzen
3. Ich muss aufpassen, dass mich eine ähnliche Situation nicht wieder überrascht und aus der Bahn wirft

Blumenwiese/ Foto copyright by Suhyeon Choi

Ich hoffe, ich konnte am Beispiel „allergischer Schnupfen“ einen Einblick geben, wie der Körper funktioniert.
Ich hoffe auch, dass ich klar machen konnte, dass der Körper keinesfalls fehlerhaft arbeitet, sondern sehr sinnvoll.
Aber am allermeisten hoffe ich, dass ich den Forschergeist in Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wecken konnte, der es kaum aushält, diese Ausführungen an sich selbst, in der Familie, im Freundeskreis…etc. zu überprüfen und schlussendlich für richtig zu befinden.

Viel Spaß dabei und alles Gute

 

 

 

Quellen:
„Allergie“, https://www.pschyrembel.de/allergie/K0224/doc/, 10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer, „Unsere empfindliche Nase – mit ihren Stinke-
Konflikten“, https://www.germanische-heilkunde.at/nase.html,10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer, „Schienen (Allergien) – sind Warnsignale“,
https://www.germanische-heilkunde.at/schienen.html,10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer,Vermächtnis einer neuen Medizin Teil 1, Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, Seite 309-327

Papayakerne und ihre antiparasitäre Wirkung

Die Papaya, welch köstliche Frucht

Papaya ist gerade aufgrund ihrer Temperatureigenschaften und aufgrund ihres Geschmacks aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ein hervorragender Bestandteil des Frühstücks. Wir können unsere Milz und unseren Magen am besten schon morgens stärken, indem wir vor allem warme oder neutrale Speisen zu uns nehmen, die eine natürliche Süße haben und genau das erfüllt die Papaya. Auch die Kerne der geschätzten Frucht sind dabei nicht zu verachten, denn sie haben wärmende Eigenschaften und können, getrocknet und anschließend gemahlen, zum Würzen von Speisen verwendet werden.

Papayafrucht – Die Kerne haben Heilwirkung | Foto © Charles Deluvio

Aber das ist nicht alles, was diese kleinen, dunkelbraun bis schwarzen Kerne alles können.

Man sagt, sie seien wohl gut für das Immunsystem, für die Leber, für Haut und Gewebe, für den Stoffwechsel…etc.

Alles schön und gut, aber wirklich herausragend und durch Studien belegt, ist die antiparasitäre Wirkung der Papayakerne.

In einer Studie von 1959 über den Wurmbefall von Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore- einer Stadt in Zentralindien- konnten Papayakerne zur Beseitigung von Rund-, Faden- und Madenwürmern erfolgreich eingesetzt werden.

2007 wurde eine nigerianische Studie veröffentlicht, die die antiparasitäre Eigenschaft von Papayakernen bestätigte. An der Studie nahmen 60 Kinder teil, bei denen Parasiten im Stuhl nachgewiesen werden konnten. Eine Hälfte der Kinder bekam einen Extrakt aus getrockneten Papayakernen mit Honig, die andere Hälfte bekam ein Placebo mit Honig.

Bei den Kindern, die die Papayakerne einnahmen, konnte man eine Elimination der Parasiten zwischen 71,4 % – 100% erreichen. Bei den Kindern, die das Placebo bekamen, war lediglich ein Rückgang der Parasiten von 0% – 15,4% zu verzeichnen.
Auch Tiere lassen sich mit Hilfe von Papayakernen entwurmen. Landwirte in tropischen und subtropischen Ländern machen es vor und befreien erfolgreich und regelmäßig ihre Hunde, Schafe und Rinder von Würmern. In einer ebenfalls nigerianischen Studie von 2005 konnten 90% von parasitenbefallenen Schweinen mittels Papayakernen entwurmt werden. Bei den Parasiten handelte es sich um Knötchenwürmer, Schweinepeitschenwürmer und Fadenwürmer.

Eine vorbeugende Wirkung gegen Parasiten, erzielt man, wenn mehrmals täglich – am besten nach dem Essen –  3-5 Papayakerne der vollreifen Frucht zu sich genommen werden.

Aus rein wissenschaftlicher Sicht sind keinerlei Gegenanzeigen bekannt. Es gilt jedoch die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, dass Schwangere sowie stillende Frauen auf den Genuss der Papayakerne verzichten sollten, weil diese eine starke anti-parasitäre Eigenschaft besitzen. Der noch unzureichend entwickelte Magen-Darm-Trakt des Babys könnte empfindlich darauf reagieren.

Papaya Früchte |  Foto © Marissa Rodriguez

Quellen

  • Pohowalla, J. N., and S. D. Singh. „Worm infestations in infants and children of pre-school age in Indore.“Indian journal of pediatrics 26.12 (1959): 459-466. (Wurmbefall bei Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore – eine Stadt in Zentralindien.)
  • Okeniyi, John AO, et al. „Effectiveness of dried Carica papaya seeds against human intestinal parasitosis: a pilot study.“Journal of medicinal food 10.1 (2007): 194-196. (Die Wirksamkeit getrockneter Carica-Papayakerne gegen Parasitenbefall beim Menschen: eine Pilotstudie)
  • Fajimi, A. K., and A. A. Taiwo. „Herbal remedies in animal parasitic diseases in Nigeria: a review.“African Journal of Biotechnology 4.4 (2005): 303-307. (Heilpflanzen gegen parasitäre Erkrankungen bei Tieren in Nigeria: ein Überblick.)