Informationen aus der Praxis für Naturheilkunde in Leitenberg bei Frasdorf.

Hier finden Sie Wissenswertes rund um Gesundheit, Naturheilkunde und Möglichkeiten der Behandlung.

Im folgenden schreibt Heilpraktikerin Sarah De Vries über Naturheilkunde. Thema ist zum Beispiel der Bereich Ernährung.

Zur Autorin Sarah De Vries

Heilpraktikerin Sarah De Vries arbeitet in ihrer Naturheilpraxis im Chiemgau mit bewährten Verfahren der Naturheilkunde.
Dieses Angebot reicht von der Ursachenfindung über die Behandlung bis zur  Aufklärung über das Zusammenwirken von Körper, Geist und Seele. Daher gehört auch seelische Unterstützung und Begleitung zum Angebot von Heilpraktikerin Sarah De Vries.

Allergien – sinnvoll eingerichtete Warnsignale des Körpers (?)

Passend zur Heuschnupfenzeit:

Kennen Sie das: Die Pollen fliegen und schon tränen die Augen und es läuft die Nase? Oder sie haben gerade ein Stück Kuchen gegessen und niemand hat Ihnen gesagt, dass da Nüsse drin sind, auf die Sie seit Kindesbeinen allergisch reagieren? Plötzlich ist dann der ganze Körper voll mit juckenden, roten Pusteln oder es schnürt Ihnen die Luftröhre zu oder Ihr Darm meldet sich und sie verbringen die nächsten Stunden auf dem stillen Örtchen….jeder reagiert anders. Viele reagieren gar nicht. Aber warum reagiert nicht jeder gleich auf ein und denselben sogenannten Auslöser? Wieso reagiert der eine mit der Haut, der nächste reagiert mit der Lunge, wieder ein anderer mit dem Darm und noch einem anderen tränen die Augen?

Foto copyright by Nine Köpfer

Sehen wir uns zunächst die Definition von Allergie laut Pschyrembel an:
Angeborene oder erworbene spezifische, krankhaft überschießende Immunreaktion und Immunreaktionsfähigkeit gegenüber körperfremden, eigentlich unschädlichen und zuvor tolerierten Substanzen, die als Allergen erkannt werden. Abzugrenzen ist eine Pseudoallergie.

Hier geht ganz klar hervor: Der Körper arbeitet fehlerhaft. Unschädliche Stoffe werden in übertriebener Art und Weise vom Immunsystem bekämpft und was dann dabei als Symptomatik herauskommt ist dann…Zufall???

Ein kluger Kopf hat schon vor über 30 Jahren herausgefunden, wie die jeweiligen Symptome des Körpers mit der Psyche und dem Gehirn zusammenhängen. Es sind bestimmte, plötzliche und
dramatische Ereignisse, die den Menschen unvorbereitet treffen. Der Körper arbeitet nun auf Hochtouren, um mit diesem Ereignis oder auch Schock fertig zu werden und reagiert mit dem jeweiligen Organ, das in der Lage ist, diese Situation zu bewältigen. Ist diese dann endlich bewältigt, regeneriert sich das Organ und es kommt zu bestimmten Symptomen, die den Menschen zwar meist krank aussehen lassen, in Wahrheit aber Heilungssymptome sind.

Als Beispiel möchte ich hier die laufende Nase anführen:
Nehmen wir mal an Herr X ist glücklich in seinem Bürojob. Eines Tages wird ihm Herr Y als neuer Kollege vorgestellt. Herr X wusste gar nicht, dass er einen neuen Kollegen bekommen soll und reagiert misstrauisch. Herr Y ist auch noch viel jünger als Herr X und wirkt dynamischer. Vielleicht macht er seine Arbeit auch besser als Herr X. Herr X kann die Situation nicht richtig einschätzen. Der neue Kollege stinkt ihm. Nach einer Woche merkt Herr X, dass Herr Y eigentlich ganz nett ist und freut sich sogar endlich wieder auf seinen Arbeitstag. Jetzt beginnen die Symptome und Herr X bekommt einen Schnupfen, der eine ganze Woche anhält. Was ist passiert? Als Herr X den neuen Kollegen plötzlich vorgesetzt bekam, konnte er ihn nicht einschätzen und schon startete folgendes Programm: Seine Nasenschleimhaut baute sich ab, wodurch mehr Platz in der Nase war, um mehr Gerüche aufnehmen zu können. Man könnte auch sagen, Herr X war jetzt in der Lage, seinen neuen Kollegen besser zu beschnuppern, um diesen so auch besser einschätzen und die Situation damit besser bewältigen zu können. Hier befindet sich der Körper im Dauerstress und das merkt Herr X auch, denn er kann an nichts anderes mehr denken, als an den neuen Kollegen. Körperlich merkt er jetzt aber noch nichts, außer vielleicht, dass er kalte Hände hat. Nach einer Woche löst sich sein Problem, da er merkt, dass Herr Y gar kein so schlechter Kerl ist und nun beginnt sich die Nasenschleimhaut zu regenerieren. Dies tut sie unter Schwellung und die Nase fängt an zu laufen. Die Nasenschleimhaut repariert sich übrigens genau so lange wie sie gebraucht hat, um sich abzubauen, nämlich in diesem Fall genau eine Woche. Danach ist Herr X seinen Schnupfen los.

Aber was hat das jetzt mit Allergie zu tun? Nun, nehmen wir mal an, in dem Moment, als Herrn X die Vorstellung des neuen Kollegen überrascht hat, stand Herr X am geöffneten Fenster und es wehten ihm gerade ein paar Blütenpollen ins Gesicht. Das Gehirn beschäftigt sich in dieser Sekunde mit den Pollen und dem Kollegen. Ein Jahr später fliegen dieselben Pollen und das Gehirn meldet an die Nasenschleimhaut: „ Hey, hier sind ja wieder diese Pollen, sicher droht jetzt gleich eine Gefahr durch einen Kollegen.“ Und jedes Mal, wenn diese Pollen fliegen, reagiert Herr X mit Niesen und Schnupfen. Herr X glaubt jetzt, die Pollen seien an allem Schuld, aber wenn er sich zurückerinnert, wann das alles angefangen hat und sich klar macht, dass das mit einem Ereignis zu tun hatte, dessen Gefahr er nicht wittern/ einschätzen konnte und/ oder das ihm stank, wird es ihm wie Schuppen von den Augen fallen: Es musste mit dem neuen Kollegen zusammenhängen, aber der ist nun keine Gefahr mehr. Dieses Problem hat sich damals schon einmal gelöst und ist gegenstandslos geblieben. Dadurch, dass Herr X sich bewusst wird, dass die Situation von vor einem Jahr endgültig gelöst ist, löst sich letztendlich auch die Pollenallergie. Analog würde es sich verhalten, wenn Herr X zum Zeitpunkt der Vorstellung des neuen Kollegen, gerade eine Erdbeere oder ein paar Nüsse isst. Genaugenommen ist es auch möglich, dass sich in diesem Moment gerade eine Kollegin zu ihm herunterbeugt und er ihr in den üppigen Ausschnitt blickt. Tragisch, wenn er jetzt bei jedem Anblick eines Ausschnittes allergisch mit Schnupfen reagiert ;P
Es muss aber nicht nur immer die Erdbeere oder die Nuss oder der Pollenflug sein. Es kann auch alles gleichzeitig zum „Allergen“ werden, wenn Herr X beispielsweise zum Zeitpunkt der unerwarteten Situation gerade Erdbeeren essend am geöffneten Fenster steht, während ihm die Pollen um die Nase wehen. Zur gleichen Zeit läuft noch ein bestimmtes Lied im Radio und die aufreizende Kollegin mit dem ganz besonders schweren Parfüm läuft in dieser Sekunde gerade vorbei. Herr X reagiert fortan bei Pollen, bei Erdbeeren, bei dem bestimmten Lied und bei dem bestimmten Parfüm mit der Nase. Solche „Allergene“ können sich im Laufe des Lebens aber auch dazu addieren und schnell wird klar, wie komplex das Thema Allergie ist.
Wird erkannt, dass die auslösende Situation gegenstandslos ist und nicht mehr passieren kann, lösen sich alle „Allergene“ in Wohlgefallen auf und den allergischen Schnupfen gibt es nicht mehr.
Jede Allergie läuft nach dem selben Muster ab, ob es sich nun um Asthmaanfälle, Nesselsucht, ja gar um sämtliche chronische Erkrankungen handelt. Der Unterschied besteht darin, wie der Mensch eine bestimmte, konfliktträchtige, unerwartete und hochdramatische Situation wahrnimmt. Geht es darum, dass ihm etwas stinkt, reagiert er mit der Nasenschleimhaut, will er von jemanden getrennt oder nicht getrennt werden, reagiert er mit der äußeren Haut, geht es um einen unverdaulichen Ärger, meldet sich der Darm ( diese Körperreaktionen sind hochkomplex und ich umreiße sie hier nur sehr sehr grob zum besseren und leichteren Verständnis).

Aber nun zurück zur eigentlichen Frage:
Ist eine Allergie also ein sinnvoll eingerichtetes Warnsignal?
Ja, definitiv. Reagiert der Organismus nämlich fortan mit Schnupfen wie oben im Beispiel ( oder auch mit Hautausschlag, Asthma, tränenden Augen, Durchfall….) wenn er mit dem jeweiligen Allergen bzw. mit den jeweiligen Allergenen in Berührung kommt, so merkt der Mensch:
1. In dieser Situation von damals habe ich auch mit Schnupfen reagiert
2. Damals hat mir dieses oder jenes gestunken bzw. ich konnte eine Gefahr nicht wittern/abschätzen
3. Ich muss aufpassen, dass mich eine ähnliche Situation nicht wieder überrascht und aus der Bahn wirft

Blumenwiese/ Foto copyright by Suhyeon Choi

Ich hoffe, ich konnte am Beispiel „allergischer Schnupfen“ einen Einblick geben, wie der Körper funktioniert.
Ich hoffe auch, dass ich klar machen konnte, dass der Körper keinesfalls fehlerhaft arbeitet, sondern sehr sinnvoll.
Aber am allermeisten hoffe ich, dass ich den Forschergeist in Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, wecken konnte, der es kaum aushält, diese Ausführungen an sich selbst, in der Familie, im Freundeskreis…etc. zu überprüfen und schlussendlich für richtig zu befinden.

Viel Spaß dabei und alles Gute

 

 

 

Quellen:
„Allergie“, https://www.pschyrembel.de/allergie/K0224/doc/, 10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer, „Unsere empfindliche Nase – mit ihren Stinke-
Konflikten“, https://www.germanische-heilkunde.at/nase.html,10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer, „Schienen (Allergien) – sind Warnsignale“,
https://www.germanische-heilkunde.at/schienen.html,10.04.2019

Dr. med. Mag. theol. Ryke Geerd Hamer,Vermächtnis einer neuen Medizin Teil 1, Amici di Dirk, 7. Auflage 1999, Seite 309-327

Papayakerne und ihre antiparasitäre Wirkung

Die Papaya, welch köstliche Frucht

Papaya ist gerade aufgrund ihrer Temperatureigenschaften und aufgrund ihres Geschmacks aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ein hervorragender Bestandteil des Frühstücks. Wir können unsere Milz und unseren Magen am besten schon morgens stärken, indem wir vor allem warme oder neutrale Speisen zu uns nehmen, die eine natürliche Süße haben und genau das erfüllt die Papaya. Auch die Kerne der geschätzten Frucht sind dabei nicht zu verachten, denn sie haben wärmende Eigenschaften und können, getrocknet und anschließend gemahlen, zum Würzen von Speisen verwendet werden.

Papayafrucht – Die Kerne haben Heilwirkung | Foto © Charles Deluvio

Aber das ist nicht alles, was diese kleinen, dunkelbraun bis schwarzen Kerne alles können.

Man sagt, sie seien wohl gut für das Immunsystem, für die Leber, für Haut und Gewebe, für den Stoffwechsel…etc.

Alles schön und gut, aber wirklich herausragend und durch Studien belegt, ist die antiparasitäre Wirkung der Papayakerne.

In einer Studie von 1959 über den Wurmbefall von Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore- einer Stadt in Zentralindien- konnten Papayakerne zur Beseitigung von Rund-, Faden- und Madenwürmern erfolgreich eingesetzt werden.

2007 wurde eine nigerianische Studie veröffentlicht, die die antiparasitäre Eigenschaft von Papayakernen bestätigte. An der Studie nahmen 60 Kinder teil, bei denen Parasiten im Stuhl nachgewiesen werden konnten. Eine Hälfte der Kinder bekam einen Extrakt aus getrockneten Papayakernen mit Honig, die andere Hälfte bekam ein Placebo mit Honig.

Bei den Kindern, die die Papayakerne einnahmen, konnte man eine Elimination der Parasiten zwischen 71,4 % – 100% erreichen. Bei den Kindern, die das Placebo bekamen, war lediglich ein Rückgang der Parasiten von 0% – 15,4% zu verzeichnen.
Auch Tiere lassen sich mit Hilfe von Papayakernen entwurmen. Landwirte in tropischen und subtropischen Ländern machen es vor und befreien erfolgreich und regelmäßig ihre Hunde, Schafe und Rinder von Würmern. In einer ebenfalls nigerianischen Studie von 2005 konnten 90% von parasitenbefallenen Schweinen mittels Papayakernen entwurmt werden. Bei den Parasiten handelte es sich um Knötchenwürmer, Schweinepeitschenwürmer und Fadenwürmer.

Eine vorbeugende Wirkung gegen Parasiten, erzielt man, wenn mehrmals täglich – am besten nach dem Essen –  3-5 Papayakerne der vollreifen Frucht zu sich genommen werden.

Aus rein wissenschaftlicher Sicht sind keinerlei Gegenanzeigen bekannt. Es gilt jedoch die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, dass Schwangere sowie stillende Frauen auf den Genuss der Papayakerne verzichten sollten, weil diese eine starke anti-parasitäre Eigenschaft besitzen. Der noch unzureichend entwickelte Magen-Darm-Trakt des Babys könnte empfindlich darauf reagieren.

Papaya Früchte |  Foto © Marissa Rodriguez

Quellen

  • Pohowalla, J. N., and S. D. Singh. „Worm infestations in infants and children of pre-school age in Indore.“Indian journal of pediatrics 26.12 (1959): 459-466. (Wurmbefall bei Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore – eine Stadt in Zentralindien.)
  • Okeniyi, John AO, et al. „Effectiveness of dried Carica papaya seeds against human intestinal parasitosis: a pilot study.“Journal of medicinal food 10.1 (2007): 194-196. (Die Wirksamkeit getrockneter Carica-Papayakerne gegen Parasitenbefall beim Menschen: eine Pilotstudie)
  • Fajimi, A. K., and A. A. Taiwo. „Herbal remedies in animal parasitic diseases in Nigeria: a review.“African Journal of Biotechnology 4.4 (2005): 303-307. (Heilpflanzen gegen parasitäre Erkrankungen bei Tieren in Nigeria: ein Überblick.)