Papayakerne und ihre antiparasitäre Wirkung

Die Papaya, welch köstliche Frucht

Papaya ist gerade aufgrund ihrer Temperatureigenschaften und aufgrund ihres Geschmacks aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ein hervorragender Bestandteil des Frühstücks. Wir können unsere Milz und unseren Magen am besten schon morgens stärken, indem wir vor allem warme oder neutrale Speisen zu uns nehmen, die eine natürliche Süße haben und genau das erfüllt die Papaya. Auch die Kerne der geschätzten Frucht sind dabei nicht zu verachten, denn sie haben wärmende Eigenschaften und können, getrocknet und anschließend gemahlen, zum Würzen von Speisen verwendet werden.

Papayafrucht – Die Kerne haben Heilwirkung | Foto © Charles Deluvio

Aber das ist nicht alles, was diese kleinen, dunkelbraun bis schwarzen Kerne alles können.

Man sagt, sie seien wohl gut für das Immunsystem, für die Leber, für Haut und Gewebe, für den Stoffwechsel…etc.

Alles schön und gut, aber wirklich herausragend und durch Studien belegt, ist die antiparasitäre Wirkung der Papayakerne.

In einer Studie von 1959 über den Wurmbefall von Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore- einer Stadt in Zentralindien- konnten Papayakerne zur Beseitigung von Rund-, Faden- und Madenwürmern erfolgreich eingesetzt werden.

2007 wurde eine nigerianische Studie veröffentlicht, die die antiparasitäre Eigenschaft von Papayakernen bestätigte. An der Studie nahmen 60 Kinder teil, bei denen Parasiten im Stuhl nachgewiesen werden konnten. Eine Hälfte der Kinder bekam einen Extrakt aus getrockneten Papayakernen mit Honig, die andere Hälfte bekam ein Placebo mit Honig.

Bei den Kindern, die die Papayakerne einnahmen, konnte man eine Elimination der Parasiten zwischen 71,4 % – 100% erreichen. Bei den Kindern, die das Placebo bekamen, war lediglich ein Rückgang der Parasiten von 0% – 15,4% zu verzeichnen.
Auch Tiere lassen sich mit Hilfe von Papayakernen entwurmen. Landwirte in tropischen und subtropischen Ländern machen es vor und befreien erfolgreich und regelmäßig ihre Hunde, Schafe und Rinder von Würmern. In einer ebenfalls nigerianischen Studie von 2005 konnten 90% von parasitenbefallenen Schweinen mittels Papayakernen entwurmt werden. Bei den Parasiten handelte es sich um Knötchenwürmer, Schweinepeitschenwürmer und Fadenwürmer.

Eine vorbeugende Wirkung gegen Parasiten, erzielt man, wenn mehrmals täglich – am besten nach dem Essen –  3-5 Papayakerne der vollreifen Frucht zu sich genommen werden.

Aus rein wissenschaftlicher Sicht sind keinerlei Gegenanzeigen bekannt. Es gilt jedoch die allgemeine Vorsichtsmaßnahme, dass Schwangere sowie stillende Frauen auf den Genuss der Papayakerne verzichten sollten, weil diese eine starke anti-parasitäre Eigenschaft besitzen. Der noch unzureichend entwickelte Magen-Darm-Trakt des Babys könnte empfindlich darauf reagieren.

Papaya Früchte |  Foto © Marissa Rodriguez

Quellen

  • Pohowalla, J. N., and S. D. Singh. „Worm infestations in infants and children of pre-school age in Indore.“Indian journal of pediatrics 26.12 (1959): 459-466. (Wurmbefall bei Säuglingen und Kindern im Vorschulalter in Indore – eine Stadt in Zentralindien.)
  • Okeniyi, John AO, et al. „Effectiveness of dried Carica papaya seeds against human intestinal parasitosis: a pilot study.“Journal of medicinal food 10.1 (2007): 194-196. (Die Wirksamkeit getrockneter Carica-Papayakerne gegen Parasitenbefall beim Menschen: eine Pilotstudie)
  • Fajimi, A. K., and A. A. Taiwo. „Herbal remedies in animal parasitic diseases in Nigeria: a review.“African Journal of Biotechnology 4.4 (2005): 303-307. (Heilpflanzen gegen parasitäre Erkrankungen bei Tieren in Nigeria: ein Überblick.)
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